Sehenswürdigkeiten in Belfast - ein Tag in Nordirlands Hauptstadt www.gindeslebens.com

Vom Krisenherd zur hippen Stadt – ein Tag in Belfast

Politische Konflikte, Murals und die Geburtsstätte der Titanic. Bisher kannte man Belfast vor allem wegen der Konflikte und all der negativen Nachrichten. Doch Belfast hat sich entwickelt und sollte auch auf eurer Bucket List stehen. Wir zeigen euch eine andere Seite der Hauptstadt Nordirlands und welche Sehenswürdigkeiten in Belfast uns am besten gefallen haben.

Vom Krisenherd zur hippen Stadt – ein Tag in Belfast

In den letzten Jahren hat sich die Stadt enorm weiterentwickelt und schafft es bei Lonely Planet sogar auf Platz 1: Belfast und die Causeway Coast in Nordirland wurden im jährlichen Ranking Best in Travel 2018 auf Platz 1 der Top 10 Regionen gekürt. Wir haben Belfast und den Giant’s Causeway besucht und zeigen euch ein paar der Sehenswürdigkeiten in Belfast.

Landschaft Irland Giant's Causeway www.gindeslebens.com

Der Neustart der Hauptstadt Nordirlands

In den letzten zwanzig Jahren hat Belfast einen bemerkenswerten Neustart hingelegt: vom Kriegsgebiet zur hippen Stadt. Statt schwer bewaffneter Soldaten säumen heute Bars und Restaurants die Straßen, und aus dem alten Hafenviertel wurde das pulsierende Titanic Quarter mit schicken Wohnungen und einem sensationellen Museum. Doch das alles ist nur ein Vorgeschmack auf die Sensationen vor Belfasts Haustür: die zeitlos schöne Causeway Coast und ihr exzellentes Freizeitangebot – Golf, Whiskey und einige der berühmtesten Felsen der Welt!“

Quelle: https://www.lonelyplanet.de/best-in-travel/top-regionen-2018.html

Belfast Peace Wall Falls Road Sehenswürdigkeiten in Belfast www.gindeslebens.com

Sehenswürdigkeiten in Belfast

Belfast ist, nach Dublin, die zweitgrößte Stadt der irischen Insel und gehört zum britischen Teil. Die Hauptstadt von Nordirland hat über 330.000 Einwohner. Nachdem wir nur in etwa 24 Stunden hier sein werden entscheiden wir uns die Stadt mit einem Hop-on Hop-off Bus zu erkunden. Wir wollen uns erst mal einen Überblick verschaffen.

Sightseeing Hop-on Hop-off Bus

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Mit der Tour kann man die Highlights von Belfast erleben. Der Bus stoppt bei den schönsten Sehenswürdigkeiten in Belfast. Die Tour dauert 90 Minuten und kostet pro Person 11,50 £. Das Ticket gilt für 48 Stunden. Nachdem wir nur einen Tag in Belfast haben, ist der Bus für uns die schnellste und beste Lösung. Natürlich kann man an einem Tag nur einen Bruchteil sehen, aber dennoch zahlt es sich aus. Im Sommer gibt es sogar noch eine zweite, kürzere Buslinie, mit der man zum Beispiel zum Belfast Castle fahren kann. Weitere Infos findet ihr hier.

Die Highlights der Tour sind:

  • Stormont and Parliament Buildings
  • The River Lagan
  • St George’s Market
  • Victoria Square Mall
  • The Titanic Quarter
  • The Cathedral Quarter
  • St Anne’s Cathedral
  • Clifton Street Poor House
  • The Crumlin Road Gaol and Courthouse
  • The Belfast Peace Wall
  • The Shankill Road and political wall murals
  • The Falls Road and political wall murals
  • Queen’s University
  • The Crown Liquor Saloon
  • Belfast City Hall
  • Belfast City Centre

Nachdem sich diesmal leider unsere Festplatte mit allen Fotos verabschiedet hat, haben wir nicht so viele eigene Bilder. Aber auf Instagram haben wir einiges gefunden. Wenn euch die Bilder gefallen, klickt gerne rein und hinterlasst euer Like auch dort, denn sharing is caring 🙂

Just one of the giant cranes at the shipyard in Belfast (Goliath)

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Die Karte zum Download und eine gute Übersicht zur Tour gibt’s hier. Es gibt gleich bei unserem Hotel eine Station. Für uns geht’s aber vorher noch zum Ticketcenter in der 10 Great Victoria Street. Wir wollen die Tour bei der ersten Station starten, daher gehen wir noch ein Stück.

Folgende Sehenswürdigkeiten in Belfast haben wir gesehen

Wir fahren unter anderem beim Titanic Belfast und bei der HMS Caroline vorbei. Hier befinden sich das Titanic Museum und das Dock auf dem die berühmte RMS Titanic gebaut wurde, die 1912 nach einem Zusammenstoß mit einem Eisberg sank und dadurch traurige Geschichte erlangte. Wer an der Geschichte interessiert ist, kann diese im Titanic Quarter in der renovierten Werft erleben.

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Wir würden ja gerne aussteigen, aber nachdem wir auch noch die Falls Road, die Belfast Peace Wall und die Murals dort sehen wollen, müssen wir auf der Tour ein paar Abstriche machen. Auch das Parlament und die Lower Newtownards Road mit dem Freedom Corner und den Murals können wir uns im Vorbeifahren anschauen. Nachdem wir aber draußen sitzen, haben wir einen tollen Ausblick.

Belfast political wall murals.

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Beim St. George’s Market steigen wir aus und spazieren durch die bunte Markthalle. Nach einem kurzen Aufenthalt und einem netten Tratsch mit einem Einheimischen Gemüsehändler fahren wir weiter bis zur berühmten Falls Road, dem Haupt-Schauplatz des Konflikts zwischen Iren und Briten.

Als Friedenslinien oder Friedensmauern (englisch: Peace lines oder Peace walls) werden Barrieren bezeichnet, die in nordirischen Städten, insbesondere in der Hauptstadt Belfast, die Wohngebiete pro-irischer Republikaner und pro-britischer Unionisten trennen. Die Friedenslinien entstanden ab 1969 nach dem Ausbruch des Nordirlandkonfliktes in einem Teil der Gebiete, die als Interface areas bezeichnet werden und durch wiederholte Auseinandersetzungen zwischen Republikanern (Nationalisten) und Unionisten gekennzeichnet sind.“

Zitat von Wikipedia, Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedenslinien

 

Die berühmteste Peace Wall trennt noch immer den ehemaligen Krisenherd rund um die katholische Falls Road und die protestantische Shankill Road.

Es ist ein eigenartiges Gefühl, wenn man die Falls Road entlang läuft, denn blickt man in die Seitengassen, sieht man immer noch eine Grenze durch die Stadt. Man sieht auch Spezialeinheiten der Polizei durch die Straßen fahren. Der Konflikt zwischen Nordirland und Irland gilt zwar als beendet, aber die Trennung scheint dennoch irgendwie gegenwärtig.

Belfast Peace Wall Falls Road ein Tag in Belfast www.gindeslebens.com

Dank der guten Wirtschaftslage und dem florierenden Tourismussektors geht es den Menschen gut. Die enormen Erwartungen an den Tourismus spiegeln sich in den Hotels wieder. Das erste Hotel war das Europa, aktuell gibt es in etwa 50 Hotels, aber laut Auskunft während der Tour sollen noch 10 weitere dazu kommen.

Die unterschiedlichen Seiten haben wohl gelernt miteinander zu leben und man braucht keine Angst zu haben. Die Murals sind die stummen Zeugen der Konflikte. Wir spazieren die Falls Road entlang bis zum Shankill Memorial Garden.

In der Falls Road befindet sich auch das angeblich hässlichste Gebäude der Stadt, das Krankenhaus.

Der heutige Tag neigt sich dem Ende. Belfast gilt als sicher, aber im Dunklen müssen wir nicht mehr in der Falls Road unterwegs sein, daher beschließen wir zum Hotel zurück zu gehen. Wir wohnen im Etap Hotel in der Dublin Road, der Restaurant- und Pubmeile der Stadt. Perfekt, denn wir wollen heute noch im Kitch Restaurant essen. Besonders empfehlenswert sind die Mini-Burger, die es unter anderem mit Pulled Pork oder auch als vegetarische Variante mit Pilz gibt.

Anschließend geht es noch in das Pub The Points, denn dort warten Live Musik und Gin auf uns. Im The Points gibt’s täglich ab 21 Uhr Live-Musik. Ab 22 Uhr wird’s hier wohl richtig voll.

The Points Belfast www.gindeslebens.com

Unser Hotel das Etap Hotel in der Dublin Road

Das Etap Hotel in der Dublin Road ist der perfekte Ausgangspunkt um die Sehenswürdigkeiten in Belfast zu erkunden und es gibt sogar kostenlosen Kaffee. Das Hotels ist modern eingerichtet. Es kommt ohne viel Schnick-Schnack aus. Vor allem die Lage und das Preis-Leistungs-Verhältnis haben uns überzeugt. Das Frühstück haben wir nicht probiert, denn für uns geht’s gleich in der Früh nach Dublin.

Darum sollte Belfast auch auf eurer Bucket List stehen:

1. Belfast ist hipp, aber unaufgeregt.

Auch wenn die Stadt ein besonders spannendes Flair hat, die Menschen sind bodenständig und freundlich. Ein kurzer Plausch am Markt über Rübern, fachsimpeln über Gin oder einfach ein nettes Lächeln auf den Straßen. Die Menschen scheinen glücklich zu sein und das spürt man.

2. Es gibt viel zu erleben.

Besonders die Murals und die Geschichte der Stadt hat uns fasziniert. Neben den tollen Sehenswürdigkeiten in Belfast bietet die Stadt einen guten Ausgangspunkt um die Highlights Nordirlands, wie zum Beispiel den Giant’s Causeway, zu erkunden. Diesen könnt ihr entweder selbst mit dem Auto erreichen, oder einfach einen Ausflug dort hin buchen. Ihr könnt Belfast auch sehr gut mit Dublin verbinden.

3. Die Stadt erleben, bevor einem andere davon erzählen.

Noch scheint Belfast nicht von den Touristenmassen überflutet zu sein und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut. Die Tatache das noch einige Hotels dazu kommen sollen lässt erahnen, dass sich die Stadt auf die Touristen vorbereitet. Die Erwähnung bei Lonely Planet wird auch unweigerlich dazu führen, dass sich mehr und mehr Reisende für Belfast und Nordirland interessieren. Auch wenn der Tourismus eine wirtschaftliche Chance bedeutet nicht alles daran ist immer positiv. Noch ist sowohl die Kultur der Iren als auch die der Briten präsent und mittlerweile in einer harmonischen Beziehung.

 

Unser Fazit: Die Stadtrundfahrt mit dem Hop-on Hop-off Bus war für uns perfekt um uns einen Überblick zu verschaffen. Gerne wären wir noch länger hier geblieben, um noch mehr von der Stadt zu sehen. Wir wollen aber auf jeden Fall wiederkommen. Die Murals waren für uns die spannendste Sehenswürdigkeit in Belfast. Wahnsinn wie viele es in Belfast gibt. Alleine um sie alle zu sehen braucht man vermutlich Tage. Es gibt eigene Touren, die sich nur mit den Murals beschäftigen. Auch wenn der Aufenthalt in Belfast sicherlich zu kurz war, wir haben in Summe nur eine Woche und da muss die Zeit straff eingeplant werden. Es zahlt sich aus, Belfast auch nur für einen Tag zu besuchen, wer mehr sehen will, sollte jedoch mehr Zeit einplanen.

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* Transparenz: Wir haben die Tickets für die Tour zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen. Unsere Meinung bleibt davon aber natürlich unbeeinflusst.

2 Gedanken zu “Vom Krisenherd zur hippen Stadt – ein Tag in Belfast

  1. ich war anfang 2016 in belfast, weil ich unbedingt einmal das titanic museum besuchen wollte und weil es – nachdem aufgrund von einem schweren sturm einige straßensperren unsere rundreise verhindert haben – unsere homebase für den giant’s causeway und die dark hedges waren. abgesehen von ein paar gruseligen aggro kiddies, die samstag abend mit ihren ghettoblastern die stadt beglückt haben, fanden wir es tatsächlich ziemlich cool da. schade, dass ihr das titanic museum verpasst habt, das war tatsählich nochmal ne ecke spannender, als ich erwartet hab.

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