Faultierbabies Jaguar Rescue Center Costa Rica www.gindeslebens.com

Ein Besuch im Jaguar Rescue Center Costa Rica

Ebenfalls an der Karibikküste Costa Ricas befindet sich die Wildtier-Auffangstation Jaguar Rescue Center. Anders als beim Sloth Sanctuary, das sich ja auf Faultiere spezialisiert hat, werden hier unterschiedlich Wildtiere aufgenommen. Das Ziel ist diese wieder auszuwildern.

Bevor wir überhaupt das Gelände betreten macht Thomas schon eine geniale Entdeckung: da ist etwas im Busch. Ein Faultier!

Faultier in den Büschen Jaguar Rescue Center www.gindeslebens.com

Auch hier kann man sich zwischen zwei Touren entscheiden. Es gibt die Möglichkeit einer öffentlichen, geführten Tour oder einer Tour mit Blick hinter die Kulissen. Die Touren im Überblick gibt’s hier.

Bei den Schlangen, die den Anfang der Tour machen, ist das mit dem Auswildern noch recht einfach. Sie müssen meist nur umgesiedelt werden. Manchmal sind aber auch sie verletzt und brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit. Und Schlangen gibt es genügend in Costa Rica, man sagt uns es seien sogar 140 Arten.

Auch im Jaguar Rescue Center hören wir wieder von Schicksalen, die man nicht glauben möchte… Manche Geschichten bringen einen aber auch zum Schmunzeln. So wie die des Kaimans, der sich wohl auf der Suche nach Abkühlung in das Bad eines Hotels verkrochen hat.

Vielen Tieren kann zwar geholfen werden, aber sie haben sich an die Menschen gewöhnt und können daher nicht mehr ausgewildert werden. Scheuen sie nämlich menschliche Nähe nicht mehr, jagen sie entweder das Vieh der Menschen oder haben zu viel Vertrauen in die Menschen – beides bedeutet meist leider ihren Tod.

Die Auswilderungsrate beträgt aber dennoch rund 40%. Wird ein Tier wieder in Freiheit entlassen, passiert das in mehreren Schritten. Das wichtigste dabei ist, dass die Tiere auch in der vorübergehenden Gefangenschaft soweit wie möglich ihre natürlichen Verhaltensweisen beibehalten. Während Affen zum Beispiel sehr viel beschäftigt werden müssen, damit ihnen nicht langweilig wird, sind andere Tiere da anspruchsloser und froh darüber wenn sie in Ruhe gelassen werden.

Einer der Hauptgründe warum Tiere hier her kommen sind die Stromleitungen. Erdleitungen könnten die Lösung dafür sein. Derzeit sind jedoch Schicksale wie das von Mamasita noch häufig… Mamasita wurde so stark verletzt, dass sie ihr ganzes Leben lang darunter leiden wird. Sie kann nicht mehr ausgewildert werden. Dennoch hat sie ein gesundes Baby zur Welt gebracht und bringt, trotz ihrer eigenen Schwäche, die Kraft auf für ihr Baby zu sorgen…

Auch der kleine Homer hat sich wohl bei einer Stromleitung verletzt. Es geht ihm langsam besser. Langsames Leben, langsame Genesung. Aber Faultiere sind Kämpfer.

Homer Faultier im Jaguar Rescue Center Costa Rica www.gindeslebens.com Homer Faultier im Jaguar Rescue Center Costa Rica www.gindeslebens.com

Für uns als Faultierfans sind natürlich speziell die Faultiere, die hier mehr oder weniger frei in den Bäumen hängen das Highlight.

Faultiere in den Bäumen im Jaguar Rescue Center Costa Rica www.gindeslebens.com Faultiere in den Bäumen im Jaguar Rescue Center Costa Rica www.gindeslebens.comFaultiere in den Bäumen im Jaguar Rescue Center Costa Rica www.gindeslebens.com Faultiere in den Bäumen im Jaguar Rescue Center Costa Rica www.gindeslebens.com

Und dann gibt’s noch den Faultierkindergarten…

Neben den Elektroleitungen sind aber auch Hunde eine Gefahr für Faultiere. Hunde sind neugierig und nähern sich den Faultieren. Diese sind aber von der Aufdringlichkeit der Hunde nicht begeistert und beginnen zu kämpfen. Und Faultiere sind ziemlich gefährlich, auch wenn sie so putzig aussehen und sich wie in Zeitlupe bewegen, wenn sie müssen können sie auch schneller. Natürlich sind die Hunde dann auch nicht erfreut und verteidigen sich…

Die größte Gefahr ist und bleibt aber immer noch der Mensch!

Tiere, die wieder ausgewildert werden können, kommen zuerst in eine andere Auffangstation. In La Ceiba gibt es zwar auch Käfige, diese werden dann aber einfach geöffnet und die Tiere können dann gehen, wenn sie bereit dazu sind. Es gibt ihnen einerseits noch die Sicherheit, dass sie zurückkommen können, aber andererseits auch die Möglichkeit zu gehen. Das hilft dabei, dass die Tiere ihre Muskeln trainieren können, die in Gefangenschaft meist abgebaut werden. Dennoch werden sie noch versorgt und beaufsichtigt.

Unser Fazit: uns hat es sehr gut gefallen und man bekommt einen guten Überblick. Dennoch würden wir beim nächsten Mal hier wohl auch eher die private Tour vorziehen. Es waren ziemlich viele Besucher hier. Das ist aber gut so, denn Institutionen wie das Jaguar Rescue Center brauchen das Geld dringend um den Tieren zu helfen. Man kann die Arbeit auch mit Spenden unterstützen. Eine teurere Tour mit Blick hinter die Kulissen macht aber mehr Spaß und bringt den Tieren auch mehr.

Das könnte euch auch gefallen:

Pura Vida Costa Rica – die Route und Karte unseres Roadtrips

La Fortuna – heiße Quellen und Wildlife pur

Unsere Ausflüge in und um La Fortuna

Bananen, Dschungel und die Karibikküste Costa Ricas

Unser Besuch im Sloth Sanctuary Costa Rica

Almonds & Corals

Abenteuer Glamping im Dschungel Costa Ricas

Nationalpark Cahuita – wir wurden beklaut

4 Gedanken zu “Ein Besuch im Jaguar Rescue Center Costa Rica

  1. Ohh, in diesem Center war ich vor einigen Jahren auch mal! So lieb die Faultiere!
    Bei uns gab es damals (zum Glück) noch nicht so viele pflegebedürftige Fälle.

    Liebe Grüße
    Manuela

  2. Also diese Faultiere haben es mir auch unglaublich angetan. Je mehr ich von euren Costa Rica Abenteuern lesen, desto eher denke ich, dass meine nächste Reise mich vielleicht dahin führt.

    Vielen Dank für die tolle Inspiration 😉

    Liebe Grüße
    Magdalena

    1. Liebe Magdalena,
      danke für deinen lieben Kommentar. Costa Rica hat uns besonders gut gefallen. Bei der Abreise wurde auch die ein oder andere Träne verdrückt. Vor allem die Faultiere haben es uns angetan…
      liebe Grüße Ines & Thomas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*