Teufelsberg Berlin © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher

Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin. Franz von Suppé

Nach bereits fünf Berlin Reisen kann ich nun echt sagen, ich liebe diese Stadt. Warum? Das erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Das erste Mal ist bereits etwas länger her. Mit dem Auto zur Loveparade, eine Spontanaktion schon vor einigen Jahren. Schon damals hat mich die Stadt fasziniert. Die anderen Berlinreisen sind nicht so lange her. Eine Stadt die man unbedingt gesehen haben muss. Gut, dass hört man öfters, aber Berlin ist echt besonders. Egal wie oft man dort ist, es ist immer ein Highlight. Und man kann dabei echt günstig aussteigen.

Von Ryanair gibt es momentan Flüge um € 20. Dafür muss man zwar nach Bratislava, aber im Vergleich zu € 80 ab Wien zahlt sich das schon aus. Der Flughafen ist viel übersichtlicher und auch das Parken ist mit € 25 für 3 Tage günstig. Man kann direkt vom Parkplatz zum Flughafen spazieren und wenn man vorab eincheckt, kann man gleich direkt in den 1. Stock zu den Gates. Ryanair bietet nun auch die Möglichkeit ein zweites Handgepäck mitzunehmen. Das lästige „die Tasche auch noch in den Koffer quetschen“ hat sich somit erledigt.

Das Motel One am Potsdamer Platz

Nach ca. 1 Stunde Flug sind wir dann in Schönefeld angekommen. Auch dort ist alles eher übersichtlich und geht flott. Lange Wartezeiten sind hier nicht zu erwarten. Noch eine Stunde später kommen wir in der Stadt an. Das Zentrum ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Was wieder Geld spart.

Wir haben uns diesmal für ein Motel One entschieden, das Motel One Berlin Potsdamer Platz. 2 Übernachtungen gibt es um € 200 und das Frühstück kostet € 9,50. Die freundliche Dame an der Rezeption macht sich auch beliebt. Wir bekommen ein Upgrade. Ich habe vorher nach einer schönen Aussicht gefragt, weil ich Thomas damit überraschen will.

Motel One Berlin Potsdamerplatz © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Motel One Berlin Potsdamerplatz © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Motel One Berlin Potsdamerplatz © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Motel One Berlin Potsdamerplatz © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Motel One Berlin Potsdamerplatz © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher

It’s Gin o’clock

Und dann auch noch das: es gibt 40 verschiedene Gin-Sorten an der Hotelbar. It’s Gin o’clock!! Es gibt sogar Berliner Gin – ich entscheide mich für einen Berliner Brandstifter mit Thomas Henry. Me gusta mucho!!

Berlin Motel One Gin www.gindeslebens.com

Berlin entdecken

Beschwingt von dem Gin Tonic schlendern wir los. Thomas ist ja selbst sehr aktiv bei Tripadvisor und wir nutzen die Tipps eigentlich für alles: Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Hotels usw. und hatten bisher immer das richtige gefunden. Das Alt Berliner Wirtshaus ist nur wenige Minuten vom Hotel entfernt. Vor dem Gastgarten warten schon andere Gäste. Wir überlegen, ob wir woanders hin gehen, aber die besonders gute Bewertung bei Tripadvisor überzeugt uns. Nach einer doch überraschend kurzen Wartezeit bekommen auch wir einen Tisch. Und Tripadvisor behält Recht. Das Essen ist ausgezeichnet und auch der Service ist top! Auf jeden Fall einen Besuch wert.

Sehenswürdigkeiten

Für alle die noch Sehenswürdigkeiten sehen wollen, können wir folgendes empfehlen: nehmt statt einem teuren Hop-on/Hop-off Bus lieber die Buslinie 100. Diese fährt zwischen den Stationen Zoologischer Garten und dem Alexanderplatz und fährt viele der Sehenswürdigkeiten an, genau wie der Touristenbus (auch als Doppeldecker) aber halt ohne Kommentare. Dazu kann man sich aber schon vorher informieren. Und auch das ist wieder ein Spartipp, denn man zahlt nur eine normale Einzelfahrt oder nutzt den Bus mit einem Tagesticket. Eine Einzelfahrt mit der BVG gibt es um knapp € 2, das Tagesticket um € 7 – der Hop-on/Hop-off Bus im Vergleich kostet € 17.

Der Teufelsberg in Berlin

Nachdem wir beide schon öfters in Berlin waren und auch die berühmtesten Sehenswürdigkeiten schon alle gesehen haben, entscheiden wir uns, zum Teufelsberg zu fahren. Der Teufelsberg befindet sich im Westen und ist laut Wikipedia die zweithöchste Erhebung der Stadt. Wir fahren bis zur Station Heerstraße und gehen dann die Teufelsseestraße und die Teufelsseechaussee entlang. Beim zweiten Parkplatz (der mit dem Schranken auf der rechten Seite, nach ca. 20-30 Minuten Gehzeit) biegen wir in den Wald ab. Dies scheint eine Abkürzung zu sein. Bei der Tafel mit der Karte einfach den Linken Weg nehmen und dann diesem folgen. Gehzeit gesamt von der Heerstraße bis zur Field Station sind 45-50 Minuten.

Der Eingang befindet sich auf der linken Seite, wenn man beim Zaun angekommen ist also einfach nach links dem Zaun entlang. Man genießt eine tolle Aussicht auf die Stadt und das Naturschutzgebiet Grunewald. Der Teufelsberg ist ein mit Schutt aus dem zweiten Weltkrieg künstlich angelegter Berg auf dem sich eine ehemalige Flugüberwachungs- und Abhörstation der Amerikaner befindet. Derzeit steht das Gebäude leer und beinhaltet eine Street-Art-Galerie. Es gibt Führungen um € 15 oder stille Begehungen um € 7. Infos gibt’s hier.

Ein Muss für Street-Art-Fans und alle die abseits klassischer Sehenswürdigkeiten auch noch etwas besonders erleben möchten, aber seht selbst:

Teufelsberg Berlin © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Teufelsberg Berlin © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Teufelsberg Berlin © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Teufelsberg Berlin (7) Teufelsberg Berlin © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Teufelsberg Berlin © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Teufelsberg Berlin © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Teufelsberg Berlin © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher

Weitere Impressionen vom Teufelsberg gibt’s hier.

Das Nachmittagsprogramm entscheiden wir sehr spontan. In Berlin findet nämlich gerade der Zug der Liebe statt.

Berlin Alexanderplatz © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher
Zug der Liebe 2016 © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Zug der Liebe 2016 © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Zug der Liebe 2016 © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher

Es dauert etwas, bis sich der Zug in Bewegung setzt, es zahlt sich aber echt aus. Ziel der Demo ist es ein Zeichen für mehr Liebe, Toleranz und Mitgefühl zu setzen. In Zeiten wie diesen ist das auch wirklich nötig. Das soll jetzt kein politisches Statement sein sondern einfach nur anregen, sich manchmal auch in die Lage der Mitmenschen zu versetzen und sich nicht von anderen aufhetzen zu lassen. Man soll sich einfach mal selbst ein Bild machen und Menschen und Tiere mit Respekt behandeln, finde ich.
Hunger macht sich breit. Wir fahren zurück zum Hotel und entscheiden uns für den Beef Grill Club by Hasir, der auch top bewertet ist. Es gibt Steaks, Burger und Salate – echt lecker und auch der Service ist wieder perfekt. Auch hier haben wir uns vorher wieder auf Tripadvisor informiert.

Beef Grill by Hasir © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Beef Grill by Hasir © Ines Erlacher und Thomas MussbacherBeef Grill by Hasir www.gindeslebens.com

Das Abendprogramm: Beardyman im Club Gretchen – den sollte man sich unbedingt einmal anschauen und vor allem anhören. Auf dem Weg zum Club gibt’s noch etwas Sightseeing: Checkpoint Charlie.

Checkpoint Charlie © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher (2) Checkpoint Charlie © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Checkpoint Charlie © Ines Erlacher und Thomas MussbacherCheckpoint Charlie © Ines Erlacher und Thomas MussbacherBerlin © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Berlin © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher

Müde fallen wir ins Bett. Am nächsten Tag stärken wir uns wieder mit dem Bio-Frühstück im Hotel. Die Auswahl ist gut und es gibt Bio und Fairtrade Produkte. Das sollte man sich, vor allem bei dem Preis, echt nicht entgehen lassen.

Frühstück im Motel One Berlin Potsdamerplatz © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Frühstück im Motel One Berlin Potsdamerplatz © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Frühstück im Motel One Berlin Potsdamerplatz © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher

Danach spazieren wir noch zu einer Mauer-Gedenkstätte, zum Brandenburger Tor, zum Reichstag sowie zum Judendenkmal.

Potsdamerplatz © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Berliner Mauer Potsdamerplatz © Ines Erlacher und Thomas MussbacherBerliner Mauer Denkmal Berlin www.gindeslebens.com Berliner Mauer © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Brandenburger Tor © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Reichstag © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Judendenkmal © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher

Einen stilvollen Ausklang findet unser Berlin-Wochenende am Flughafen in der Alm Berlin Airport.

Die Alm Berlin Flughafen Schönefeld © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher Die Alm Berlin Flughafen Schönefeld © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher

Nachdem wir schon eingecheckt haben und nur mit Handgepäck reisen, können wir gleich beim Terminal C hinein gehen. Nach einer kurzen Wartezeit beim Sicherheitscheck erreichen wir wieder pünktlich unser Ziel: Bratislava. Laut eigenen Angaben der Ryanair waren 2015 90% oder mehr der Flüge pünktlich. Wir haben bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Man sollte aber auf jeden Fall die Maße für das Handgepäck einhalten, sonst zahlt man gleich mal € 50 oder so mehr.

Von früheren Aufenthalten können wir euch noch das art’otel Berlin Mitte by Park Plaza empfehlen. Ein ebenfalls sehr gut gelegenes Hotel, das etwas teurer als das Motel One ist. Gut essen kann man zum Beispiel auch bei Lebensmittel in Mitte. Nur das Beef Tartar war für meinen Geschmack etwas zu grob. Eher wie bei uns Faschiertes und nicht so fein wie wir das Beef Tartar kennen. Das ist aber Geschmackssache. Auch shoppen kann man in Berlin sehr gut. Das schaffen wir diesmal aber zeitlich nicht.

Auch einen Besuch wert ist das Nikolaiviertel. Berlins erstes und ältestes Wohgebiet und gleicht einem Freilichtmuseum. Man fühlt sich in die Vergangenheit zurückversetzt.

Unser Fazit: Berlin muss man gesehen haben. Auch bei mehrmaligen Besuchen ist es immer wieder ein Erlebnis. Berlin ick liebe dir und wir kommen wieder.

3 Gedanken zu “Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin. Franz von Suppé

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