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Spitzbergen – mit dem Schneemobil auf Eisbärensuche

2018 geht es für uns wieder nach Spitzbergen geht. 2016 waren wir schon einmal dort und haben ein besonderes Abenteuer gewagt: eine Expedition mit einem Schneemobil zum Packeis an der Ostküste, wo wir Ausschau nach Eisbären gehalten haben. Wir lassen dieses unvergessliche Erlebnis nochmals Revue passieren und verraten euch, was eine Reise nach Spitzbergen kostet.

Spitzbergen – mit dem Schneemobil auf Eisbärensuche

Für die Blogparade „Deine Aktivreise Geschichte“ von Marina von MS WellTravel blicken wir nochmals zurück auf dieses unvergessliche Erlebnis: unsere Fahrt mit dem Schneemobil an die Ostküste von Spitzbergen.

Die Fakten

Der Ausflug dauert in etwa 10 Stunden und die Kosten belaufen sich auf ca. € 500 für zwei Personen und ein Schneemobil. Sicher kein Schnäppchen, aber dennoch ist der Ausflug das Geld wert. Bei der Fahrt erreicht man eine Geschwindigkeit von rund 90 km/h.

Longyearbyen Spitzbergen © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher

Wichtige Infos

Die Kälte ist dabei die größte Hürde, denn -15°C fühlen sich an wie -30°C. Es gibt über 10 Stunden lang kein WC und keine Möglichkeit sich aufzuwärmen. Wär mal muss, muss dies in der Kälte erledigen. Eisbären kann man sehen. Die Guides haben dafür ein Fernglas mit. Man darf sich nicht erwarten, dass die Eisbären einem sehr nahe kommen, denn das wäre lebensgefährlich. Man ist schließlich nahezu ungeschützt in der Wildnis. Die Guides wissen aber was sie tun und sind zur Sicherheit bewaffnet. Die Waffen sollen die Eisbären abschrecken, wenn sie doch zu nahe kommen. Die Guides machen aber alles, dass es gar nicht dazu kommt. Neben den Eisbären ist das ewige Eis einfach zauberhaft schön. Wir hatten ein tolles Licht und haben auch Rentiere gesehen.

Schneemobil Expedition Spitzbergen Ostküste ©Ines Erlacher und Thomas Mussbacher

Ausrüstung

Wolle, Wolle, Wolle! Nichts hält so warm wie Wolle. Merinowolle, Wollpullis und Wollhandschuhe sind ein Muss. Zusätzlich kann man sich noch mit Wärmepacks helfen. Dabei sind vor allem die Sohlenwärmer gut. Diese kann man natürlich auch in die Handschuhe kleben. Man bekommt zusätzlich vor Ort noch einen Warmen Overall, Schuhe und Handschuhe zum Drüberziehen. Eine Skibrille und eine Maske fürs Gesicht bekommt man auch. Wir würden euch aber empfehlen, vor allem die Skibrille und die Gesichtsmaske selbst mitzubringen, das ist definitiv angenehmer. So hat man zumindest die eigene Maske unter der Leihmaske. Die will man ja schließlich nicht am Mund haben.

Um die Erlebnisse festzuhalten ist eine GoPro mit Schutzgehäuse oder vergleichbare Kamera sicherlich die beste Idee, denn andere Kameras oder auch Smartphones könnten durch die Kälte Schaden nehmen und sind oftmals auch nicht so handlich.

Schneemobil Expedition Spitzbergen Ostküste ©Ines Erlacher und Thomas Mussbacher

Das kostet eine Reise nach Spitzbergen

Spitzbergen gehört definitiv nicht zu den günstigsten Reisezielen, aber auch hier gibt es enorme Unterschiede.

Am besten reist man über Oslo oder Tromsø an. Mit SAS gibt es derzeit teilweise wahre Schnäppchenflüge von Oslo nach Spitzbergen: bereits ab € 60 oder € 70 kann man pro Strecke fliegen (wir haben zB. von 18.-23. Februar gebucht). Für die Flüge nach Oslo gibt es auch oftmals gute Angebote. Dies hängt aber natürlich mit eurem Abflugort zusammen. Auch Flughäfen in eurer Nähe könnt ihr in die Suche miteinbeziehen.

Auch die Hotelpreise sind sehr unterschiedlich. Zu unserem Termin im Februar haben wir für 5 Nächte zum Beispiel folgende Preise gefunden:

Hotels im Hauptort Longyearbyen gibt es für 5 Nächte inkl. Frühstück zwischen € 515 und € 1.320.
In Barentsburg gibt’s 5 Nächte (ohne Frühstück) zu € 305, jedoch muss man dann auch erst nach Barentsburg mit einem Schneemobil weiter fahren und ist ziemlich weit weg vom Schuss. Nach Longyearbyen kommt man vom Flughafen recht einfach mit dem Bus. Daher würden wir euch auf jeden Fall Longyearbyen empfehlen.

Essen und Getränke sind teurer als in Österreich oder Deutschland, aber etwas günstiger als das Preisniveau vom Norwegischen Festland, da Norwegen auf Spitzbergen keine Umsatzsteuer verrechnet.

Longyearbyen Flughafen Spitzbergen © Ines Erlacher und Thomas Mussbacher

Unser Fazit

Für unsere kommende Spitzbergen Reise planen wir auch wieder einen Ausflug mit dem Schneemobil. Diesmal wird es aber wohl nicht so extrem werden. Die Expedition an die Ostküste war ein Lebenstraum, den wir uns jederzeit wieder erfüllen würden, aber man muss sich auch bewusst sein, dass es extrem wird. Für Kinder ist der Ausflug sicherlich nicht geeignet. Man kann sonst auch einfach zuerst eine leichtere Tour buchen und mal schauen, wie es einem dabei geht. Für uns war es aber auf jeden ein Erlebnis, welches wir nie mehr vergessen werden.

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Longyearbyen Spitzbergen

8 Gedanken zu “Spitzbergen – mit dem Schneemobil auf Eisbärensuche

  1. Spitzbergen ist einfach toll. Wenn man den Artikel durchliest, möchte man am liebsten sofort den Flug und das Hotel buchen.
    Wenn ich es doch einmal machen sollte, dann werd ich definitiv an diesen Artikel denken.

    LG Sebastian

  2. Das hört sich nach einem unglaublich tollen Abenteuer an. Wenn auch nicht ganz billig scheint der Urlaub jeden Cent wert zu sein! Das muss unbedingt auf meine Wunschliste!!!

  3. Hallo Ines,
    das hört sich nach einem großen Abenteuer an. Als Frostbeule wäre die Kälte für mich eine große Herausforderung. Bin ich einmal richtig durchgefroren, kann ich eigentlich nichts mehr richtig genießen. (Also = Outfit à la Michelin-Männchen nötig) 😉

    Viele Grüße,
    Sabine

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