Skógafoss Wasserfall Island ©Ines Erlacher

Island – South Coast Tour Teil 1

Guten Morgen Island. Für uns geht’s heute besonders früh los: Tagwache um 5 Uhr 30. Mein erster Gedanke: wer hatte denn diese grandiose Idee…  nach dem ersten Kaffee war dann auch ich ansprechbar und Herr meiner Sinne. Ich verspüre Vorfreude auf den Tag. Und zu dem Zeitpunkt wusste ich ja noch gar nicht wie schön es werden wird. Insgesamt 14 Stunden soll die Tour dauern. Also ab in den Bus und los geht’s. Wie so oft habe ich vorab keinen Plan was wir uns da so anschauen – hab ja meinen Reiseleiter Thomas. Ich lasse mich halt gerne überraschen. 🙂


Der erste Stopp ist bei einem Wasserfall mit dem klingenden Namen Skógafoss. Die Isländer geben allem immer so schön klingende Namen. Man könnte glauben es wären Buchstaben beliebig aneinandergereiht. Es scheint schier unmöglich jemals einen dieser Namen nur ansatzweise richtig auszusprechen. Mittlerweile schaffe ich es jetzt schon den, bei vielen Fluglinien so beliebten, Eyjafjallajökull richtig auszusprechen. Ja, darauf bin ich stolz 😀 Der 2010 aktiv gewordene Vulkan wurde von einigen, die es sich leicht machen wollten, einfach nur E-16 genannt (beginnt mit E und besteht aus 16 Buchstaben, sehr clever…). Schreiben kann ich ihn immer noch nicht, aber egal.

Wieder zurück zur Tour. Beim ersten Stopp haben wir bereits sämtliche Wetterlagen: Sonnenschein, Regen, Schnee und Hagel. Dank bester Ausrüstung freuen wir uns über das wechselhafte Wetter während andere Touristen in sommerlich wirkenden Schuhen und Jeans fluchtartig das Feld räumen. Es ist fast nicht in Worte zu fassen. Nein nicht die Touris in ihrer falschen Kleidung, sondern die atemberaubende Natur. Tief schwarzer Vulkansand, golden leuchtende Wiesen und Wassermassen die kraftvoll vom Berg stürzen.

Skógafoss Wasserfall Island ©Ines ErlacherSkógafoss Wasserfall Island ©Ines ErlacherSkógafoss Wasserfall Island ©Ines ErlacherSkógafoss Wasserfall Island ©Ines ErlacherSkógafoss Wasserfall Island ©Ines Erlacher

 

Es fühlt sich einfach magisch an diese Schönheit betrachten zu dürfen. Unser Guide reißt uns dann aus dem Träumen. Wir müssen weiter. Die Sonne lässt sich im Oktober zwar noch blicken, aber richtig hell ist es nur zwischen 10 Uhr am Vormittag und 17 Uhr am Abend. Und nachdem es noch einiges zu sehen gibt, lässt diese Tour keine Trödeleien zu. Also weiter geht es, zum nächsten Wasserfall Seljalandsfoss. Dieser bietet ein besonderes Highlight: einen Spaziergang hinter den Wasserfall. Leider müssen wir darauf verzichten – unser Stopp ist nur sehr kurz. Die Eindrücke dafür umso traumhafter. Und für ein paar eindrucksvolle Fotos reicht es allemal. Beide Wasserfälle liegen unterhalb des Gletscherschildes des Eyjafjallajökull und die Wassermassen stürzen jeweils über 60m in die Tiefe.

Unter praktisch jedem Gletscher in Island befindet sich ein Vulkan. Deshalb werden aktive Vulkane oft von einer Überschwemmung begleitet. Unser Guide erzählt uns, dass es Island ein eigenes Warnsystem gibt: sobald sich bei einem Vulkan etwas tut, bekommt man automatisch eine Warnung. Alles was man dazu braucht ist ein Mobiltelefon. Ist man in einem isländischen Netz, bekommt man bei Aktivität eines Vulkans gleich eine Warnung. Yihaaaa 🙂

Seljalandsfoss Island ©Ines Erlacher

Während der Busfahrt wechselt das Wetter noch gefühlte 100 Mal. Und das mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit. Trotz des Zeitdruckes der Tour gibt es ausreichend Pausen. Die 4 Minuten die wir jeweils für die Klopausen bekommen klingen zwar recht sportlich, aber es halten sich alle bestens daran. Echt top diese Truppe. Bisher ist die Tour echt traumhaft schön. Bei jedem Stopp glaubt man, dass dieses Erlebnis nicht mehr zu toppen wäre. Aber mein persönliches Highlight folgt im Artikel Island – South coast tour Teil 2. Weiterlesen lohnt sich also 🙂

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