Batu Caves Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Kuala Lumpur – Metropole der Gegensätze

Asiatische Großstädte wirken immer wie ein Besuch auf einem anderen Planeten. Magisch. Einzigartig. Fast surreal. Unser Ziel: Kuala Lumpur, die grüne Stadt im Dschungel. Unser Programm: Die Hindu-Tempelstätte Batu Caves, baden mit den letzten asiatischen Elefanten in Malaysien, die Petronas Towers und Chinatown.

Kuala Lumpur

Kuala Lumpur befindet sich 35 km von der Westküste der malaysischen Halbinsel entfernt und ist die Hauptstadt Malysias. Der Name bedeutetet schlammige Flussmündung. Kuala Lumpur liegt am Zusammenfluss der Flüsse Gombak und Klang.

Tag 1: die Ankunft

Der Flughafen von Kuala Lumpur wirkt futuristisch. Der Kuala Lumpur International Airport ist der größte Flughafen in Malaysia und schon der Flughafen zieht uns in seinen Bann. Voller Euphorie holen wir unser Gepäck. Wir wohnen gleich in der Nähe des Flughafens im Concordia Inn. Die gute Anbindung an die Stadt und der hoteleigene Shuttle haben uns überzeugt. Das Hotel ist eine Anlage mit verschiedenen Gebäuden und es verfügt auch über ein Restaurant, eine Bar und einen Pool. Nach unserem bisher längsten Flug von mehr als 12 Stunden entscheiden wir uns, den restlichen Tag im Hotel zu entspannen.

Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Tag 2: heute geht’s in die Stadt

An Tag 2 fahren wir wieder mit dem Shuttle zum Flughafen. Von dort ist man mit einem Hochgeschwindigkeitszug in ca. 30 Minuten in der in etwa 50 Km entfernten Stadt, genauer gesagt am Hauptbahnhof. Dieser ist gleichzeitig auch ein wichtiger Knotenpunkt für die U-Bahnen und S-Bahnen der Stadt.

Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines ErlacherKuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Kuala Lumpur ist eine Metropole in der scheinbar alles geht: zahlreiche Wolkenkratzer, dazwischen immer wieder grüne Oasen und man sieht Minarette von Moscheen, Kirchtürme, chinesische Pagoden und indische Tempel.

Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Wir fahren direkt in das Zentrum und spazieren zum höchsten Wolkenkratzer seiner Zeit, den Petronas Towers. 108 Stockwerke und eine Gesamthöhe von 452m waren die Twin-Towers einst die höchsten Gebäude der Welt. Diese Bezeichnung ist zwar immer etwas umstritten, denn was gilt als die Höhe: die Gesamthöhe, oder das höchste Stockwerk?

Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Diese Enorme Höhe fasziniert. Man sieht zahlreiche Touristen, die gar nicht mehr aufhören wollen zu fotografieren. Uns geht es ähnlich. Doch wir müssen weiter, denn wir wollen auch selbst noch hoch hinaus. Wir spazieren durch einen Park in dem sich zahlreiche Einheimische tummeln um sich an einem schattigen Platz oder in den Pools des Parks abzukühlen. Verständlich, denn es hat gefühlte 50 Grad und die Luftfeuchtigkeit ist enorm hoch.

Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Nach einem kurzen Fußmarsch sind wir dann beim Trades Hotel angekommen. Unser Ziel: die Skybar. Diese befindet sich im 33. Stock des Hotels. Es wäre verlockend sich in den Pool, gleich neben der Bar zu werfen, aber wir haben keine Badesachen mit und dieses Vergnügen ist wohl auch nur Hotelgästen vorbehalten. Der Ausblick ist einfach nur atemberaubend. Es wirkt fast so, als wäre man in einem Scifi-Film. Man wartet eigentlich nur darauf, dass in kürze Außerirdische vorbei kommen.

Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines ErlacherAusblick Traders Hotel Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Ausblick Traders Hotel Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Den Abend lassen wir dann bei einem Spaziergang durch Chinatown ausklingen. Hier kann man nicht nur günstig einkaufen sondern auch günstig bei einer der zahlreichen Straßenküchen essen.

China Town Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines ErlacherKuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Bevor wir ins Hotel zurück fahren, spazieren wir noch zum traditionellen Herz der Stadt. An dem Ort wo die Flüsse Klang und Gombak aufeinandertreffen befindet sich der der Merdeka Square, der Ort an dem Malaysias Unabhängigkeit ausgerufen wurde. Im August finden in Malaysia die alljährlichen Unabhängigkeitsfeierlichkeiten statt. Hier befindet sich auch die berühmte Masjid Jamek Moschee.


Masjid Jamek Moschee Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Wir entscheiden uns für die sichere Variante und Essen wieder im Hotel. Das Essen kann in Buffetform eingenommen werden oder man bestellt aus der Karte. Zum Essen gibt es Wasser, wer etwas anderes trinken möchte, muss sich selbst etwas aus der Hotelbar holen.

 

Tag 3: die Batu Caves, Deerland und Elefanten

An Tag 3 steht ein Ausflug am Programm. Diesen haben wir zuvor in einer der zahlreichen Agenturen am Hauptbahnhof gebucht. Heute fahren wir zu einem Elefantenreservoir. Zuvor geht es aber noch zu den Batu Caves, einer der wichtigsten Stätten des hinduistischen Glaubens.

Batu Caves

Der Name setzt sich aus den malaiischen Wörtern batu ‚Stein‘ und englisch caves ‚Höhlen‘ zusammen. Die Kalksteinhölen sind ca. 15 km außerhalb der Stadt. Man kann sie entweder mit einer S-Bahn erreichen oder im Rahmen des Elefanten-Ausflugs besuchen. Hier befinden sich mehrere hindusitische Tempel, einer schöner und ausgefallener als der andere. Neben zahlreichen Hindus die zu dieser Glaubensstätte pilgern trifft man hier nicht nur Touristen. Es tummeln sich einige Makaken und auch Hühner laufen uns über den Weg. Die kleinen Affen sind forsch, aber eigentlich harmlos. Nur mit einer Plastiktüte sollte man nicht rascheln, denn dann können sie einem schon sehr nahe kommen. Scheu sind sie nicht gerade. Die Hindus kaufen Blumenkränze die dann ihren Göttern als Opfergaben dargeboten werden. Diese bestehen aus einer Vielfalt an den farbenprächtigsten und schönsten Blüten. Die Hauptattraktion ist sicherlich die Riesige goldene Statue die wirklich mächtig wirkt und ihren sanften Blick der Stadt zuwendet. In den Tempeln gibt es auch vieles zu entdecken. Nur der Aufstieg ist, wegen der hohen Luftfeuchtigkeit, etwas anstrengend. Es lohnt sich aber wirklich, denn man hat, neben den vielen bunten Tempeln, auch einen tollen Blick auf die Stadt.

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Deerland

Auf dem Weg zum Kuala Gandah Elephant Sanctuary gibt es noch mehrere Stopps. Einer davon beim Deerland. Mitten im Dschungel kann man hier verschieden Wildarten sehen. Neben dem Wild, das man auch füttern kann, gibt es noch zahlreiche andere Tiere zu sehen.

Deerland Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Deerland Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Deerland Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Danach gibt es noch einen Halt bei einem typisch malaysischen Restaurant. Hier gibt es ein Tagesgericht und dazu kalte Getränke.

Kuala Gandah Elephant Sanctuary

Nach in Summe einer Stunde Fahrzeit von der Stadt aus, sind wir dann beim Kuala Gandah Elephant Sanctuary angekommen. Hier werden verletzte Elefanten betreut, die wahrscheinlich keine Überlebenschance hätten. Was ja an sich ein guter Gedanke ist. Was den schönen Schein jedoch trübt ist der Grund, warum die Elefanten verletzt werden. Schon vom Flugzeug aus kann man die schier endlosen Palmenplantagen sehen. Die Bauern, die selbst wahrscheinlich zum Teil auch um das eigene Überleben kämpfen, versuchen natürlich ihre Palmen zu verteidigen. Die Tierschützer sammeln die Elefanten dann ein und bringen sie in das Reservoir. Leider ist dies meist eine wahre Tortur für die sanften Riesen. Einige sind bei der Ankunft so erschöpft, dass sie sich einfach hinlegen und sterben. Die Größe dieser majestätischen Tiere lässt kaum vermuten, dass sie so sensibel sind. Es ist auch nicht klar, ob die Elefanten dann im Reservoir ihre Familien wieder finden. Dies wäre für die sozialen Dickhäuter aber besonders wichtig.

Elephant Sanctuary Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Elephant Sanctuary Kuala Lumpur Malaysia © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Die Nummer 3 Sehenswürdigkeit bei Tripadvisor ist sehr beliebt. In das Reservoir selbst dürfen pro Tag nur 120 Besucher, daher muss man unbedingt vorher buchen. Zu Beginn der Tour gibt es einen Film, der die Geschichte der Elefanten zeigt. Danach kann man sich umziehen. Man muss unbedingt Badesachen und genügend Kleidung zum Umziehen mitnehmen. Ganz essentiell ist auch ein guter Mückenschutz. Danach kann man die Elefanten mit Zuckerrohr, Früchten und Erdnüssen füttern. Die Erdnüsse kommen bei den Dickhäutern am besten an. Einige Elefanten werden vorgestellt. Schön ist, dass sie keine Kunststücke aufführen müssen, es scheint so, als würde es ihnen hier gut gehen. Das Highlight der ca. 3 Stunden dauernden Tour ist, dass man beim Baden der Elefanten helfen darf. Spätestens jetzt wird einem auch klar, warum man sich danach umziehen muss. Beim Schrubben, Bürsten und Streicheln der jungen Elefanten wird man ganz schön nass. Ein Highlight, welches man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Unser Fazit: Kuala Lumpur ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Aufgrund der beiden Flughäfen, dem Internationalen KLIA1 und dem Billigflughafen KLIA2 eignet sich die Stadt auch für einen Stopover. Dafür ist auch das Concordia Inn ist perfekt, denn das Hotel bietet zu beiden Flughäfen einen kostenlosen Shuttle an. Unbedingt einpacken sollte man ausreichend Mückenschutz, denn diese übertragen zahlreiche Krankheiten. Gegen einige der Krankheiten kann man sich auch vorab impfen lassen. Unbedingt rechtzeitig informieren. Was uns besonders fasziniert hat ist, dass hier beides geht: asiatische Metropole und dennoch grün.

Petronas Towers Kuala Lumpur © www.gindeslebens.com

8 Gedanken zu “Kuala Lumpur – Metropole der Gegensätze

    1. Liebe Karo,
      wie toll! Ja die Stadt ist voller Gegensätze Metropole und dennoch so grün, religiöse Stätten zwischen den Wolkenkratzern… Einfach toll. Und scheinbar funktionieren hier viele unterschiedliche Religionen gut miteinander… da können wir uns in Europa echt was abschauen! Liebe Grüße und hab ein schönes Wochenende

  1. Kuala Lumpur ist wirklich eine sehr vielseitige Stadt! Ward ihr in der Mall, in der sich eine Roller Coaster befindet?
    Danke für den Tipp – die Batu Caves kannte ich noch nicht.
    Liebe Grüße,
    Robert

  2. Wieder ein toller Beitrag, der Lust aufs Reisen macht. 🙂 Obwohl ich mich in Südostasien mittlerweile ganz gut auskenne habe ich es leider noch nicht nach Kuala Lumpur geschafft. Steht aber auf jeden Fall auf der Liste und wäre vielleicht tatsächlich eine Idee für einen Stopover während der nächsten Reise.

    Liebe Grüße
    Jana

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