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Dunkle Wolken am Schnäppchenhimmel? Tipps zum Fluggastrecht

Kurz vor Weihnachten gibt es sie wieder in Hülle und Fülle: Flugschnäppchen. Aber auch die Meldungen überschlagen sich. Ryanair streicht Flüge, während sich Air Berlin mit heutigem Tag ganz verabschiedet. Unser Flug mit Ryanair im Oktober sowie Tipps und nützliche Links zum Thema Fluggastrecht.

Unser letzte Flug mit Ryanair

Hat Ryanair eine neue Masche? Es wirkt fast so, denn die geänderten Gepäckbestimmungen weisen schon ganz klar in die Richtung Zusatzverdienst bzw. Anpassung der Serviceleistungen. Aber es ist ja auch kein Geheimnis, dass Michael O’Leary das Ziel verfolgt, Flüge irgendwann kostenlos anzubieten und nur mehr über Zusatzleistungen zu verdienen. Es liegt ja jedem frei, sich für eine bestimmte Airline zu entscheiden und auch die gewünschten Leistungen zu wählen. Bei uns war die automatische Sitzplatzwahl der Hit, denn wir bekamen einen Sitz in Reihe 9 und den zweiten in Reihen 23.

Das kann natürlich auch Zufall sein, aber wir haben uns dann doch den Luxus einer Sitzplatzreservierung gegönnt (2 Sitze mit Gang dazwischen gab es um € 5 und zwei in einer Reihe um €16). Ihr könnt aber einfach schauen, welche Sitzplätze euch automatisch zugeteilt werden und dann immer noch eine bezahlte Sitzplatzwahl in Erwägung ziehen.

Auch Priority Check-in haben wir zum ersten Mal gebucht. Dies aber lediglich um unser Handgepäck mit in den Flieger nehmen zu können (Kameras und Filmequipment). Eigentlich sollten die neuen Gepäckbestimmungen erst ab 1. November 2017 gelten, jedoch kommen sie teilweise bereits jetzt, Mitte Oktober, zur Anwendung.

Wir sehen das ganz wertfrei, denn wer all das nicht möchte, dem steht es ja durchaus frei einfach eine andere Fluglinie zu buchen. Geschenkt wird einem aber auch bei höheren Preisen nichts und auch der Servicelevel speziell in der Mittelklasse lässt immer mehr zu wünschen übrig. Auf unserem Flug von Santo Domingo nach Frankfurt zum Beispiel hatten wir nur einen Polster für zwei, denn der zweite Polster hatte lange schwarze Haare. Ersatz? Fehlanzeige! Entschuldigung? Ach nö, für was denn?!

Auch bei den Entschädigungen sind andere Fluglinien ebenso kleinlich, wenn nicht sogar noch kleinlicher. Ryanair zum Beispiel hat bei den Flugstornos, zumindest laut eigenen Angaben, alle Kunden entschädigt (Geld retour oder Umbuchung). Bei einer anderen Airline gab es für eine Flugverschiebung von 2 Tagen gerade einmal die Taxikosten für die Fahrt zum Flughafen. Auf Entschädigung oder Entschuldigung wartet man vergeblich. Man muss sich sein Recht da schon erstreiten… Von den aktuellen Absagen ohne Aussicht auf irgendeine Wiedergutmachung wollen wir ja gar nicht erst anfangen…

Schon vor der Buchung über die Bestimmungen informieren!

Wichtig ist, dass man sich bereits vor Reiseantritt genau über die Bestimmungen und Vorgaben informiert, denn Service sollte man sich keinen erwarten – das soll nicht heißen, dass es keine hilfreichem MitarbeiterInnen gibt oder Ausnahmen nicht möglich sind, aber unsere Erfahrungen zeigen, dass man besser vorbereitet sein sollte.

Fluggastrecht: Was tun, wenn es mal nicht klappt?

Ryanair streicht zahlreiche Flüge, Air Berlin stellt mit dem heutigen Tag alle Flüge ein. Und oftmals werden die Kunden ohne oder mit schlechten Entschädigungen abgespeist. Geht mal etwas daneben, solltet ihr alles dokumentieren. Lasst euch Verspätungen bestätigen oder macht Fotos als Beweis, wenn es sonst etwas zu beanstanden gibt. Es gibt es Stellen bei denen man sich kostenlos über die eigene Rechte beraten lassen kann und im Falle eines Falles danach zumindest Hilfe bekommt, eine entsprechende Entschädigung zu bekommen. Man sollte sich keinesfalls mit dem erstbesten Angebot abspeisen lassen, vorausgesetzt es erscheint  angemessen und man will sich weiteres Vorgehen ersparen.

Stellen bei denen man Hilfe und Beratung zum Thema Fluggastrecht bekommt sind:

Wir haben bisher gute Erfahrungen mit dem Konsumentenschutz in Österreich gemacht. Das Deutsche Pendant dazu sollte die Verbraucherzentrale sein und in der Schweiz gibt es eine Stiftung für Konsumentenschutz.

Es gibt auch Firmen, die sich auf das Fluggastrecht spezialisiert haben und gegen eine Provision Geld zurück fordern. Wir haben mit diesen noch keine Erfahrung gemacht, denn bisher haben wir uns durch den Konsumentenschutz immer bestens beraten gefühlt. Es geht nicht darum mit Fluglinien zu streiten, aber auf das eigene Recht sollte man dennoch nicht verzichten. Eine unverbindliche Auskunft kostet weder Zeit noch Geld…

 

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Aus aktuellem Anlass: Air Berlin hat heute am 28. Oktober 2017 den Flugbetrieb eingestellt. Für die MitarbeiterInnen, die ihre Arbeit verlieren und einer ungewissen Zukunft entgegensehen natürlich ein Horror. Aber auch viele Kunden werden mit ihren Fragen alleine gelassen. Was ihr tun könnt, wenn ihr davon betroffen seid, könnt ihr hier nachlesen.

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