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Budva Montenegro ein unerwarteter Kurztrip

Ein unerwarteter Kurztrip führte uns nach Montenegro. Genauer gesagt zog es uns in die 19.000 Einwohner Küstenstadt Budva (kyrillisch Будва, italienisch: Budua).

Budva

Budva, welches 1979 durch ein Erdbeben völlig zerstört wurde, ist einer der ältesten Orte an der Adria. Die Altstadt, die nach dieser Naturkatastrophe vor 38 Jahren in Schutt und Asche lag, wurde originalgetreu wieder aufgebaut.

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Die engen Gassen, die venezianischen Gebäude und das geschäftige Treiben geben dem Ort ein ganz besonderes Ambiente und stehen im krassen Gegensatz zur Szenerie am Hafen. Diese relativ junge, bunte und laute Promenade ist der Anziehungspunkt für das junge Partypublikum, welches vor allem aus dem osteuropäischen Raum und natürlich aus dem Nachbarland Serbien anreist.

Bis 1 Uhr in der Früh gibt es hier extrem lautes Open Air Entertainment im grellen Kirtag-Stil, welches den ganzen Ort mit Dauerlärm und Balkan Musik versorgt.

Menschen, die gerne mal früher Schlafen gehen, sind hier leider fehl am Platz. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb boomt der Ort wie kein anderer im Staate Montenegro. Dutzende Hotelburgen im Ortszentrum befinden sich gerade im Bau und selbst die Berge, die der Stadt den schönen grünen Rahmen geben, werden so gut es geht bebaut. Irgendwie beschleicht einen das Gefühl, dass die Natur auf lange Sicht gesehen hier wohl auf der Strecke bleibt.

Apropos Natur

Neben dem typischen Balkan-Nightlife hat Budva den Ruf ein paar der schönsten Strände der Adria zu besitzen.

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Der Slovenska Beach, der lange Strand im Ortszentrum, ist es definitiv nicht. Es werden hier zwar Schirme und Strand-Vergnügungen aller Art angeboten, der Strand ist jedoch von den jungen Gästen welche Nachts zuvor hier noch bis zur Bewusstlosigkeit gefeiert haben, derart vermüllt, dass schwimmende Binden, Flaschen und Exkremente hier wirklich keine Seltenheit sind.

Die 2 weiteren direkt in der Stadt gelegenen Strände, das wäre einmal der Strand beim Dukley Beach Club und einmal bei der Altstadt, sind zwar sauberer aber sehr klein und taugen daher maximal zur kurzen Abkühlung im Meer.

Vom Strand in der Altstadt führt ein kleiner Weg den Felsen Richtung Norden entlang, zu einem der schönsten aller direkt in Budva gelegenen Strände, wenn man nach den Bewertungen auf Tripadvisor geht. Es ist der Mogren Strand. Dieser ist in zwei Abschnitte gegliedert, welche durch eine kleine Höhle miteinander verbunden sind.

Das Wasser ist wirklich sehr schön und schimmert in paradiesischen Farben. Der Strand besteht aus feinem Kies und teilweise aus Sand. Ein Schirm und 2 recht komfortable Sonnenliegen kosten jedoch € 15, was – nicht nur für montenegrinische Verhältnisse – schon sehr viel ist. Außerdem sind zwischen den einzelnen Liegen kaum mehr als 30 cm Platz. Aufgereiht wie Sardinen, so wie man es nicht einmal an den Hausmeisterstränden in Italien findet. Sicherlich nicht jedermanns Sache. Ansonsten ist die Bucht jedoch schön und die Wasserqualität sehr gut. Man braucht auch keine Badeschuhe.

Ausflug nach Hawaii

Noch immer auf der Suche nach einem perfekten ruhigen Plätzchen am Strand, nehmen wir am nächsten Tag eines der vielen Shuttle Boote vom Hafen zur Insel Sveti Nikolai, welche mitten in der Bucht liegt. Im Volksmund und auf Flyern und Plakaten wird die Insel auch häufig Hawaii genannt, wieso und warum wurde uns aber nicht berichtet. Die Transferzeit ist sehr kurz und beträgt nicht viel mehr als 5 – 7 Minuten. Eine Fahrt, welche zu jeder halben Stunde im Hafen startet, wird hin und retour um nur € 3 angeboten und eines vorweg, dieses Geld ist mehr als gut investiert.

Auf der Insel angekommen ist die Auswahl an Liegen und Schirmen groß. Diese sind auch in einem schönen Abstand vom Nachbarn. Auch preislich ist es günstiger als am Festland. 2 Liegen und ein Schirm kosten € 10. Des Weiteren gibt es auf der kleinen Insel 2 Beachbars, ein solides Freiluft Restaurant mit typischen leckeren Balkan Gerichten und eine kleine Kirche. Störende Autos, trillernde Polizisten, blinkende Verkaufsstände und dergleichen findet man auf der kleinen Insel nicht.
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Wenn man nach dem Haar in der Suppe sucht, dann könnte man kritisieren, dass der Strand um einiges steiniger ist, als z.B. der Mogren und vielleicht Strandschuhe kein Nachteil wären.

Ob mit oder ohne Schuhen, uns hat der Tagesausflug nach Hawaii sehr gefallen. Es war auch irgendwie der Ausbruch vom hektischen, exzessiven Treiben in Budva.

Bevor wir Budva wieder verlassen, möchten wir euch mit dem Restaurant Porto (top Preis-Leistungs-Verhältnis) noch einen letzten Tipp mit auf dem Weg gehen.

Während sich die Preise für Zimmer und Strandliegen bereits auf europäischem Niveau befinden, kann man bei Speis und Trank durchaus noch einen günstigen Urlaub an der Adria verbringen.

Währungs-Wechselsorgen muss man sich überraschender Weise keine machen, denn in Montenegro wird in Euro bezahlt, obwohl das Land weder Mitglied der EU noch Teil der Währungsunion ist. Es wird schlichtweg geduldet.

Für alle die gerne mit ihrem eigenen Untersatz auf die Reise gehen, denen sollte gesagt sein, dass abseits von großen Städten wie Budva und Podgorica, Diebstähle, Plünderungen und Raubüberfälle durchaus noch auf der Tagesordnung stehen.

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Unser Fazit: Flüge nach Podgorica sind aus vielen europäischen Städten möglich und auch gar nicht teuer. Wir wählten Flüge ab Ljubljana, aber natürlich ist es auch ab Wien um ca. € 150 hin und retour möglich. Auch Taxis sind verhältnismäßig günstig. Somit bietet sich eine Flug-Taxi Kombi im Gegensatz zur Autoreise wirklich an.

Ein noch mindestens 3 Monate gültiger Reisepass genügt zur Einreise und ein Visum ist nicht von Nöten.

Ein weiterer Geheimtipp an der Adria ist das Valamar Girandella Resort im bekannten kroatischen Ort Rabac, welches im Rahmen der größten Investition im kroatischen Tourismus 2017 komplett neu gestaltet wurde.

2 Gedanken zu “Budva Montenegro ein unerwarteter Kurztrip

  1. Den Bauboom an der Küste haben wir auch gesehen. Wir waren im September dort und fanden außerhalb der Stadt idyllische nicht überfüllte Campingplätze, mit Zugang zu schönen Stränden, an denen der Nachbar 10m Abstand hatte. Liegen gibt es dort allerdings keine Isomatten und Badeschuhe haben wir immer dabei, schon um zu vermeiden, in einen Seeigel zu treten. Selbst im Umfeld von Porto Montengro kannst du ganz schnell allein sein, wenn du ein paar km auf die Halbinsel fährst. Sicherheitsprobleme oder -bedenken hatten wir im ganzen Land nicht. Dabei waren wir immer aufmerksam.
    Liebe Grüße
    Bruno

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