Liebesschloss Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Amsterdam eine Liebesgeschichte Teil 1

Es gibt nicht viele Städte in denen man sich auf Anhieb heimisch fühlt, aber Amsterdam zählt definitiv dazu. Die Menschen machen es einem einfach. Aber auch die Stadt selbst hat Suchtfaktor. Lest hier warum.

Amsterdam: alles kann, nichts muss – außer Radfahren

Radfahren. Es gibt kein besseres Fortbewegungsmittel bei dem man die Stadt so nah erleben kann. Wir borgen uns rote Flitzer mit Rücktritt bei Mac Bike aus. Es ist wirklich beeindruckend, wie das Radfahren hier in das tägliche Leben integriert ist. Sämtliche Verkehrsteilnehmer, sei es nun Fußgänger oder Autofahrer, nehmen Rücksicht auf einander. Sehr vorbildlich. Den unzähligen Kanälen entlang fahrend ist es schwer, sich nicht auf den ersten Blick Hals über Kopf zu verlieben. Wir lassen uns einfach treiben. Schauen wohin es uns verschlägt.

Radfahren Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher  Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Wir haben keine Liste mit Sehenswürdigkeiten, die wir abklappern, sondern wollen das Flair der Stadt auf uns wirken lassen. Enge Gässchen. Brücken. Romantische Plätze. Wir machen Halt dort wo es uns gefällt. Einer dieser Plätze wird ewig in unserem Herzen bleiben: die Ecke Groenburgwal und Staalstrat. Dort verewigen wir unsere Liebe und auch unsere Liebe zu Amsterdam mit einem Liebesschloss. Auch unsere Katzen haben natürlich darauf einen Ehrenplatz bekommen.

Liebesschloss Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Liebesschloss Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Was man in Amsterdam unbedingt machen sollte ist eine Fahrt auf den Kanälen. Wir suchen nach einer Alternative zu den Touristenbooten. Was wir finden ist Friendship Amsterdam. Eine 5 Sterne Bewertung bei Tripadvisor, das kann ja nur gut sein. Was wir aber dann erleben übersteigt unsere Erwartungen. Wir schreiben mehrere E-Mails mit Simone von Friendship Amsterdam. Selten haben wir eine so bemühte und herzliche Person kennengelernt. Sie hilft uns die Kanalfahrt, die ein wichtiger Teil des Geburtstagsgeschenks anlässlich eines runden Geburtstags meiner Mutter darstellt, zu unserem Amsterdam Highlight zu machen. Sogar gesungen wird und es gibt ein Geschenk. Meine Mutter ist sichtlich gerührt. Sie wusste nur, dass wir nach Amsterdam reisen, aber was sie erwarten wird, haben wir natürlich verschwiegen.

Friendship Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher
Es gibt einfach so viel zu sehen in Amsterdam. Im Vergleich zu anderen Weltstädten ist sie eher klein, aber dennoch geizt die Stadt nicht mit ihren Reizen. Zwischen all den malerischen Grachten, den romantischen Gassen und versteckten Plätzen gibt es viel zu entdecken. Einige unserer Highlights haben wir hier für euch kurz zusammengefasst:

De Dampkring. In der Handboogstraat 29 findet man den wohl bekanntesten Coffeeshop Amsterdams. Er war Schauplatz einer bekannten Szene in Ocean’s 12 und man kann somit quasi an einem Tisch mit Brad Pitt und George Clooney sitzen. Im Coffeeshop findet man etliche Fotos von weiteren Stars die den kleinen Laden besucht haben. De Dampkring ist außerdem die Heimat vom süßen Kater „Bowie“ der sich gerne bei den Gästen bewegt und auch ein eigenes Instagram Profil besitzt.

De Wallen. Einer der ältesten Teile der Stadt und Heimat des horizontalen Gewerbes. Die Damen sitzen in den Schaufenstern und warten auf zahlende Kunden. De Wallen sollte man unbedingt abends besuchen. Kameras und Smartphones sind hier nicht gerne gesehen. Bekannt ist De Wallen vor allem dadurch, dass es einer der ersten Orte war, an dem Prostituierte legal und organisiert ihrer Arbeit nachgehen konnten. Daneben befindet sich gleich ein chinesisches Viertel mit zahlreichen Restaurants. In Amsterdam geht so einiges, da befinden sich ein Sexmuseum und eine Kirche quasi Tür an Tür. Die alte Kirche (Oude Kerk) ist das älteste, noch erhaltene Bauwerk der Stadt und befindet sich mitten im Rotlichtviertel. Da Prostitution mit Drogenhandel und Kleinkriminalität oft  Hand in Hand geht, sollte man auf seine Habseligkeiten besser genauer aufpassen, vor allem in der Nacht wenn sich hier Menschenmassen durch die oft schmalen Gassen wälzen. Trotzdem sehr zu empfehlen.

Our Lord in the Attic. In diesem Kanalhaus aus dem 17. Jahrhundert befindet sich das zweitälteste Museum der Stadt. Hier versteckt sich im Dachboden auch eine kleine Kirche.

Heineken Experience. Nicht nur Bierfans kommen auf ihre Kosten. Man sollte die Besichtigung unbedingt gleich am Vormittag einplanen, denn dann erwachen die britischen BesucherInnen. Es zahlt sich aus, die Tickets vorab online zu buchen, denn dann erspart man sich die langen Wartezeiten. Es gibt auch einige Anbieter, die Kombitickets – zum Beispiel mit einer Kanalfahrt – anbieten.

Tipp: ist an der Bar viel los oder möchte man noch einen schönen Blick genießen, sollte man einfach die Dachterrasse besuchen.

Friendship Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Friendship Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Friendship Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Danach geht die Fahrt, dank der zahlreichen Kostproben gleich etwas beschwingter weiter. Wer keine Grachtenfahrt bucht, kann von der Brauerei bis zum Heineken Brand Store zumindest eine kurze Fahrt auf der Amstel genießen. Diese ist im Eintrittspreis inkludiert. Man bekommt auch ein kleines Souvenir als Andenken mit.

Paleis op de Dam. Der Koninklijk Paleis (Königliche Palast) befindet sich am Rande des Platzes de Dam, im Zentrum der Stadt. Direkt davor steht das Nationalmonument. Das Monument und der königliche Palast wurden zum Reichsdenkmal (Rijksmonument) erklärt.

Königspalast © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

 

Albert Cuyp Markt. Der größte Tagesmarkt in Amsterdam und der bekannteste in den Niederlanden hat seinen Namen vom niederländischen Landschaftsmaler Albert Cuyp. Es gibt Lebensmittel, Skurriles und auch einige Läden in denen man zum Teil Second Hand Designerstücke bekommt.

Museumsplein. Hier befinden sich unter anderem das Rijksmuseum und das Van Gogh Museum. Wegen dem Schriftszug Iamsterdam ist der Platz auch ein beliebter Ort für Erinnerungsfotos.

Vondelpark. Der Vondelpark ist der zweitgrößte Park der Stadt. Er ist der beliebteste Park und umfasst 47 Hektar. Der Park liegt im Stadtteil Amsterdam Oud-Zuid, an der Grenze zum Stadtteil Oud-West.

Melkweg. Das Veranstaltungszentrum Melkweg im Herzen von Amsterdam ist die wohl bekannteste Venue. Konzerte von internationalen Stars und Parties gibt es hier beinahe täglich.

Das Paradiso ist eine ehemalige Kirche die als Veranstaltungsort genutzt wird. Die Location für viele Konzerte liegt an der Weteringschans nahe dem Leidseplein. Direkt dahinter verläuft die Singelgracht. Sie zählt mit der Prinsengracht, Keizersgracht und der Herengracht zu den bekanntesten Grachten in Amsterdam. Zusammen umfassen dies 4 Grachten 10 km Länge. Das gesamte Grachtennetz der Stadt weist eine Länge von 80 km auf.

Poezenboot. Es befindet sich auf der Singelgracht. ACHTUNG Cat Content. Das Katzenboot lässt nicht nur das Herz von einer Crazy Cat Lady und einem Crazy Cat Man höher schlagen. Das Boot bietet zahlreichen Katzen eine vorübergehende Bleibe. Diese skurrile Sehenswürdigkeit kann außer Mittwoch und Sonntag täglich in der Zeit von 13 bis 15 Uhr besichtigt werden. Spenden sind natürlich gerne gesehen.

Bloemenmarkt. Blumen soweit das Auge reicht. Der Bloemenmarkt (Blumenmarkt) ist der bekannteste Markt in Amsterdam und bietet ein vielfältiges und großes Angebot an Pflanzen und Blumen. Der Markt beherbergt auch ein Geschäft in dem man sich ganzjährig mit Weihnachtsschmuck eindecken kann. Weihnachten kommt ja auch immer so plötzlich.

De 9 Straatjes. Die Seitenstraßen des Amsterdamer Grachtengürtels (Grachtengordel) der sich aus der Singelgracht, Prinsengracht, Keizersgracht und der Herengracht zusammensetzt. Hier befinden sich zahlreiche Geschäfte, Bars und Restaurants. Hier lohnt es sich auch einmal vom Fahrrad abzusteigen und die Straßen zu Fuß zu erkunden.

Het Kleinste Haus. Es gibt ja viele kleine, schmale Häuser. Das benannte befindet sich in der Oude Hoogstraat und seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1738 zurück. Es ist nur 2,02 m breit und 5 m tief und beherbergt ein Teehaus mit einem breiten biologischen Teesortiment. In dem Haus befindet sich ebenfalls ein kleiner Keramikladen.

Kleinstes Haus Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Groenburgwal Ecke Staalstraat. Hier haben wir unser Herz verloren. Eine wunderbare kleine Brücke auf der wir unser Liebeschloss aufgehängt haben. Mittlerweile sieht man es aber leider nicht mehr, da hier viele Verliebte bereits ihr Schloss montiert haben.

Liebesschloss Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Anne Frank Haus. Das Anne Frank Haus ist die Sehenswürdigkeit von Amsterdam. Aufgrund der Menschenmassen die auf Einlass warten, entscheiden wir uns das Haus nur von außen zu besichtigen.

Tassenmuseum. Das Taschenmuseum ist das größte der Welt. Neben zahlreichen Exponaten aus verschiedenen Epochen bietet es auch ein kleines, charmantes Café.

Taschenmuseum Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

Magere Brug. Die Magere Brücke ist eine von wenigen erhaltenen Holzbrücken die über die Amstel führen. Es handelt sich um eine Ziehbrücke mit Kettenzug, damit Schiffe passieren können. Sie ist nicht nur beleuchtet einer der romantischten Plätze Amsterdams, denn die Legende besagt, wer sich dort küsst, bleibt für immer vereint.

Magere Brug Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Magere Brug Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher Magere Brug Amsterdam © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

In unserem ersten Teil von Amsterdam eine Liebesgeschichte haben wir euch jetzt bereits einiges über die Sehenswürdigkeiten und das Radfahren in Amsterdam erzählt. Im zweiten Teil gibt es Tipps zum Schlafen in Amsterdam, Infos zur kulinarischen Seite der Stadt und Ausflugstipps in die nähere Umgebung. Zusätzlich versteckt sich in diesem Beitrag noch ein Goodie für euch.

Update: Fahrradfahren in Amsterdam

Wir bereits erwähnt ist das Rad in Amsterdam für uns das beste Fortbewegungsmittel – hier 3 der vielen Gründe:

  1. Ihr kommt überall schnell und unkompliziert hin.
  2. Fahrradfahrer werden bevorzugt behandelt.
  3. Die Fahrräder sind besonders cool.

Im zweiten Teil unserer Liebessgeschichte, gibt’s noch Ausflugstipps in der Umgebung, die mit Zug und Rad erreicht werden können.

Dieser Beitrag wurde nachträglich zur Blogparade I want to ride my bicycle von Julia vom Blog Lila Lummerland eingereicht. Wenn ihr noch Fragen zum Radfahren in und um Amsterdam habt, meldet euch gerne bei uns!

Zandvoort © Thomas Mussbacher und Ines Erlacher

8 Gedanken zu “Amsterdam eine Liebesgeschichte Teil 1

  1. Amsterdam ist so eine tolle Stadt! Und das habt ihr in diesem Beitrag wirklich schön dargestellt. Nächstes Jahr werd ich ihr meinen 2. Besuch abstatten. Ich freu mich schon soo! 🙂
    Liebe Grüße
    Julie

  2. Liebe Ines, lieber Thomas,

    Bilder Lust auf Amsterdam machen und Texte, die mich schmunzeln und lächen lassen. Danke für diese Reiseimpressionen. Ich komme mir vor, als dürfte ich Euch begleiten. Vielleicht habt Ihr ja Lust mich einmal zu besuchen? HÄ? WAS? Warum? Ich wohne im historischen und großartigen Potsdam und da gibt es viel zu sehen, zu erleben gekrönt mit einem Besuch beim König *grins*.
    Wenn Ihr mögt, kommt vorbei! Ich freue mich immer über Besucher und hinzu kommt, dass Ihr möglicherweise auch Freude an und in meinem GenussSalon findet.
    Also – ich freue mich von Euch zu lesen, zu hören und bin ganz sanssouci…
    Herzlichst Katrine – die GenussTrainerin + Gastrosophin

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